Experten von Drees & Sommer und der macomGROUP liefern wichtige Ein- und Ausblicke zur Zukunft von hybriden Arbeitswelten

Ein volles, virtuelles Haus herrschte beim macom Open LAB Day am 10. Dezember 2020. Zahlreiche Teilnehmer aus namhaften Unternehmen und öffentlichen Organisationen informierten sich in spannenden Impuls-Vorträgen über die aktuellen Entwicklungen und Trends für Arbeitswelten im „New Normal“. In der anschließenden Paneldiskussion wurden aktuelle Themen diskutiert und beantwortet, die die Teilnehmer – vorwiegend aus Corporate Real Estate, Workspace Management, Facility Management und IT – aktuell beschäftigen.

Drei Experten-Vorträge gaben Einblicke in Workspace- und Technologie-Trends im „New Normal“

Corona & Beyond – Arbeitswelten zukunftssicher denken!

Sven Mylius, Senior Manager der Drees & Sommer SE, startete seine Keynote mit einem provokanten Slogan: „Stell Dir vor es ist Office und keiner geht hin!“ und belegte dies mit empirischen Daten aus der eigenen Organisation. Zwischen einem und drei Tagen mobil zu arbeiten, das wünscht sich der Durchschnitt der Wissensarbeiter bei Drees & Sommer auch nach der Pandemie. Dies ergab eine unternehmensweite Mitarbeiterbefragung in den eigenen Reihen. Dass das auch bei anderen Unternehmen aktuell der Status ist, belegen aktuelle Umfragen zur Auslastung der Office-Arbeitsplätze bei deutschen Unternehmen. Zwischen max. 50 % und min. 10 % sind deutsche Office-Flächen in Zeiten der Pandemie belegt.

Ändern kann man nichts mehr an der Tatsache, dass die Zukunft von Arbeitswelten hybrid ist – davon ist Mylius überzeugt. Dies ist natürlich eine große Herausforderung für viele Unternehmen, da sich etablierte Flächenkonzepte und Arbeitsweisen ändern müssen. Aber Mylius sieht hier vor allem auch aktive Chancen.

Die Arbeitswelt der Zukunft wird ein Mix sein aus zentralen Flagship-Offices und dezentralen Satelliten-Offices. Eine flexible berufliche Heimat, wo Mitarbeiter den Stallgeruch Ihres Unternehmens auffrischen, sozial interagieren und kollaborieren. Zukünftig werden mehr Flächen für Kollaboration und Interaktion benötigt und es müssen soziale Treffpunkte entstehen, da ist Mylius sicher. Der mittelfristig geringere Flächenbedarf für Einzelarbeitsplätze ist dabei ein wirtschaftlicher Nebeneffekt, darf aber nicht das Hauptargument sein. Erfolgreich werden die Konzepte sein, die Hardware, Software und Soulware optimal kombinieren.

Technikcheck für neue Arbeitswelten

Oliver Mack, Geschäftsführer von macom, gab in seinem Impulsbeitrag einen Überblick zu wichtigen Digitalisierungspotenzialen von Arbeitswelten. Relevante Funktionsbereiche für die Digitalisierung sind hierbei Zugangsbereiche, Wegeleitung, Raum- bzw. Arbeitsplatzbuchung, Arbeitsplätze, Meeting- und Collaboration-Flächen sowie Veranstaltungsbereiche. Wichtig sei auch die Betrachtung im Hinblick auf eine Smart Building-Integration.

Da zukünftig nahezu kein Meeting mehr mit nicht wenigstens einem Remote-Teilnehmer stattfinden wird, sieht Mack vor allem im Bestand enorme Digitalisierungsbedarfe in Bezug auf Video- & Collaboration-Funktionalitäten. Neben der Modernisierung der bestehenden Meeting-Spaces hat sich der Home-Office-Arbeitsplatz emanzipiert und muss seitens Corporate Real Estate und IT als weiterer Raumtyp im Rahmen eines AV-Lifecycle-Managements betrachtet werden. Es müssten entsprechende Technologie-Packages, Sicherheits- und Zugangs-Services, aber auch entsprechende Change-Maßnahmen im Hinblick auf „Netiquette“ und Corporate Branding bereitgestellt werden, so Mack.

Aus Corporate Real Estate- und IT-Sicht gilt es, Workspace Technology-Services zu etablieren und bereitzustellen. Als Beispiel nannte Mack virtuelle Empfangssysteme, digitale Wegeleitung und Platzbuchung. Hier spielen vor allem IoT-Sensoren und Smart Building- Systeme eine wichtige Rolle, die auch nachträglich implementiert werden können.

An die CRE- und IT-Abteilungen appellierte Mack, dass die User Experience und die Betriebsmodelle bei allen Digitalisierungsmaßnahmen ernst genommen werden müssen. Nur wer es schafft, die Nutzerbedarfe mit einfach zu bedienenden und produktiv nutzbaren Lösungen zu decken und die Verfügbarkeit der Systeme zu gewährleisten, wird durch hohe Akzeptanz und deutliche Produktivitätsgewinne belohnt. Bereits ab einer zweistelligen Anzahl an Meeting-Spaces geht der Produktivitätsverlust schnell in den hohen sechs- bis siebenstelligen Bereich, wenn die User Experience nicht stimmt und dadurch die „Time-to- Meeting-Productivity“ in die Höhe schießt.

Hybride Meeting- und Event-Spaces

Im dritten und letzten Impulsbeitrag ging es um die speziellen Herausforderungen und Chancen bei der Hybridisierung von Meetings und Events. Stefan Dubbel, Senior Consultant Workspace Technologies bei macom, war dazu remote aus Hamburg zugeschaltet. Dubbel zeigte zunächst die Bandbreite hybrider Veranstaltungen auf, die bei Webinaren und Meetings beginnt, über Workshops, Schulungen, und Collaboration-Sessions bis hin zu Townhalls, Konferenzen und virtuellen Messen reicht.

“Work is something you do, not a place you go.“ Mit diesem Zitat startete Dubbel seine Ausführungen zu hybriden Meetings. Wichtig für hybride Meetings sei dabei die kontinuierliche Professionalisierung in Bezug auf das geeignete Setup, die Technologie, aber auch entsprechende Verhaltensweisen. Herausforderungen bestünden v. a. in der Kommunikationsqualität bei der Aufnahme und Übertragung sowie in der Integration von Kollaborationsmöglichkeiten und in der Entwicklung und Bereitstellung geeigneter Methoden und Coachings für die Moderatoren und Referenten in unterschiedlichen hybriden Formaten.

In Bezug auf hybride Events führte Dubbel Beispiele aus den Bereichen Workshops, Konferenzen, Produktpräsentationen bis hin zu virtuellen Messen aus. Wichtig bei der Planung hybrider Events sei ein entsprechender Ablauf-/Regieplan sowie die Betrachtung des Setups und der Szenerie durch das Auge der Kamera. Aber auch das Video-Backend für Aufzeichnung, Verwaltung und Streaming der Inhalte ist ein wichtiger Betrachtungs- und Planungsaspekt.

Viele Unternehmen reagieren auf den steigenden Bedarf nach hybriden Events mit der Etablierung von eigenen Corporate Studios. Hierbei stehe macom mit entsprechender Erfahrung gerne als Ansprechpartner zur Verfügung, so Dubbel.

Fazit: Ein informatives Format mit Garantie auf Fortsetzung in 2021

Das Feedback der Teilnehmer bei der abschließenden Paneldiskussion mit den Referenten war sehr gut. Vielen Dank an alle Teilnehmer für ihr großes Interesse und ihre rege Teilnahme an der Diskussion! Alle Fragen konnten beantwortet werden und wir sind überzeugt, dass wir dieses Format auch zukünftig als macomCAMPUS Event anbieten werden.

Die Themenplanung für 2021 ist in vollem Gange. Gerne halten wir Sie auf dem Laufenden.

Sollten Sie Fragen zu den einzelnen Themenbereichen haben, kontaktieren sie gerne unsere Referenten:

Sven Mylius
Senior Manager, Drees & Sommer SE
Tel: +49 711 1317 2449

Oliver Mack
Geschäftsführer, macom GmbH
Tel:+49 1525 2500516
 

Stefan Dubbel
Senior Consultant Workspace Technologies, macom GmbH
Tel: +49 152 52500501

Machen Sie mit beim Workspace Benchmark Report von Drees & Sommer und macom!

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